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Terrorismus

 


"Krieg gegen Symptome"   von Nils Wörmer, Lucas Lamberty
"Der sogenannte Islamische Staat (IS) steht auf den Schlacht­feldern Syriens und Iraks militärisch unter Druck. Doch die Offensiven zur Rückeroberung der Hochburgen des IS gestalten sich schwierig, dem IS ist es gelungen, in weiteren Staaten der Region Fuß zu fassen und die Gefahr terroristischer ­Anschläge in Europa ist unverändert hoch.  (...) Faktisch konzentriert sich der Kampf der internationalen Koalition vor allem auf die Symptome des vielschichtigen Problemfalls IS. Bei der Bekämpfung der Ursachen hingegen, die zum Aufstieg der auf einen al-Qaida-Ableger im Irak zurückgehenden Organisation geführt haben – allen voran der Staatszerfall im Irak, der Bürgerkrieg in Syrien sowie die sektiererischen Konflikte in beiden Ländern –, haben die Gegner des IS kaum Erfolge vorzuweisen. (...) Aus dem Aufstieg und dem Fortbestehen des sogenannten Islamischen Staates resultiert eine terroristische Bedrohung für Europa und die USA, die eine höhere Komplexität aufweist, als dies seit Ende der 1990er-Jahre angesichts der operativen Fähigkeiten von al-Qaida der Fall war."
QUELLE: Website 'Konrad-Adenauer-Stiftung', 22.08.2016
http://bit.ly/2bz3rwy

"Wie gut ist Deutschland gegen den Terror gerüstet?"   von Reinhard Müller
"Nach den Anschlägen in Bayern wird über eine Verschärfung der Sicherheitsgesetze diskutiert. Auch der Einsatz der Bundeswehr im Inneren steht zur Debatte. Dabei ist vieles jetzt schon möglich, um Terror zu bekämpfen. (...) Was tun nach den tödlichen Anschlägen auf deutschem Boden? Die Forderung nach mehr Polizei ist allgegenwärtig – aber sonst?"
QUELLE: FAZ Online, 28.07.2016
http://bit.ly/2a9dv9W

"Die Falle ist gestellt"    von Herfried Münkler
"...haben wir es nicht nur mit einem neuen Typ von Terrorist zu tun, sondern auch mit einer neuen Form der terroristischen Bedrohung. (...) Nun zeichnen sich die jüngsten Anschläge terroristischer Akteure dadurch aus, dass sie nicht mehr gegen bestimmte Politiker oder Angehörige der gesellschaftlichen Elite gerichtet sind, sondern ihnen buchstäblich jeder und jede zum Opfer fallen kann. (...) Was durch die Anschläge provoziert werden soll, ist – vermutlich – die in Reaktion auf solche Untaten vollzogene De-facto-Feinderklärung des Westens gegen alle Muslime, insbesondere gegen die, die in den westlichen Gesellschaften leben. Ist sie erst einmal erfolgt, kann der IS auf Millionen von Unterstützern rechnen, und er wäre damit seinem Ziel einer großen und umfassenden Konfrontation zwischen Islam und Westen einen entscheidenden Schritt näher gekommen."
QUELLE: ZEIT Online, 25.07.2016
http://bit.ly/2ardhjR

"Kenne deinen Feind"   von  Abdel Bari Atwan
"Um einen gewaltigen regionalen Zusammenbruch zu verhindern, sind nachhaltige Strategiekonzepte gefragt. Gemeinsame Bemühungen von regionalen Politikern und Entscheidungsträgern zur Einführung und Förderung von Werten wie Toleranz, Einheit, gegenseitiger Kooperation und Frieden könnten dazu führen, dass der IS auf lange Sicht keine Chance hat, sich fest zu etablieren – denn bekanntlich sind Wut, Hass und Verbitterung die Nahrung, die die Terroristen zum Leben brauchen."
QUELLE: Qantara Online, 26.01.2016
http://bit.ly/1PL7S4Z  

"Israel sieht nur das Töten"
Shimon Peres im Interview durch Nicola Abé
"Abbas ist ein sehr mutiger Mann. Ich habe ihn oft getroffen und direkt mit ihm verhandelt. Er will Frieden und er bekämpft den Terror. (...) Lösung kann nur eine mit zwei Staaten sein. Nichts anderes. (...) Ich habe in meinem langen Leben viele Dinge gesehen, von denen es hieß, dass sie unmöglich seien. Am Ende waren sie selbstverständlich.(...) Wir haben zwei Millionen arabische Bürger in Israel. Wieso sollen nicht 100.000 jüdische Israelis in einem palästinensischen Staat leben können? (...) Der Nahe Osten ist im Umbruch. Die gesamte Welt tritt in ein neues Zeitalter ein. In der alten Zeit ging es um Territorium. Wenn ein Land stärker werden wollte, musste es mehr Gebiet erobern. Dazu war Krieg nötig. Es gab feste Grenzen, wichtig war eine starke Armee. Nun treten wir in das Zeitalter der Wissenschaft ein. Was ist der Unterschied? Du kannst groß werden, ohne einen anderen klein zu machen. Es gibt weniger Platz für Krieg.(...) Die Politik verliert an Prestige. Die multinationalen Konzerne regieren. Sie bilden eine neue Form des Regierens. Sie haben das Geld, die Mittel, die Möglichkeiten."
QUELLE: SPIEGEL Online, 16.01.2016
http://bit.ly/1RXJzzD

"Warum Indonesien mit einem Terroranschlag rechnen musste"   von Arne Perras
"Die Regierungen Indonesiens und Malaysias - zwei große Staaten mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung - wissen, dass ihre Länder erhebliches Rekrutierungspotenzial für Extremisten vom Schlage des IS bieten, auch wenn moderate und tolerante Ausprägungen des Islam dort viel verbreiteter sind als etwa in der arabischen Welt. (...) Analysten werten derzeit Hinweise aus, die nahelegen, dass der IS in Südostasien bald eine eigene Provinz ausrufen könnte, als östliche Außenstelle des Kalifats."
QUELLE: Süddeutsche Online, 14.01.2016
http://bit.ly/1Kg3ljw

"Umfrage: 89 Prozent der Araber lehnen den IS ab"   von Raniah Salloum
"89 Prozent der Araber lehnen den IS ab. (...) 71 Prozent halten Demokratie und Islam für vereinbar. (...) 85 Prozent lehnen die Anerkennung Israels ab. (...) Den Arabischen Frühling bezeichnet erstmals eine Mehrheit (57 Prozent) als negativ. (...) Die zwölf Länder, in denen die Interviews durchgeführt wurden, waren Ägypten, Algerien, der Irak, Jordanien, Kuwait, Libanon, Mauretanien, Marokko, Palästina, Saudi-Arabien, Sudan, Tunesien."
QUELLE: SPIEGEL Online, 22.12.2015
http://bit.ly/1U3QbeG

"Ein neuer Krieg mit alten Mitteln?"   von Martin Hoffmann
"Etliche europäische Politiker beschworen nach den Pariser Anschlägen den langen Atem, der im Kampf gegen den militanten Dschihadismus jetzt gebraucht werde. Doch mindestens ebenso braucht es kühle Köpfe, die sich nicht zu unbedachten Reaktionen hinreißen lassen , und die Entwicklung einer langfristig angelegten und vielschichtigen Strategie zur Eindämmung des internationalen Terrors. Eine Analyse der bisherigen Herangehensweise des Westens ist ernüchternd: Auf den asymetrischen und psychologischen Krieg, den moderne dschihadistische Organisationen wie ISIS führen, hat der Westen bisher wenig praktikable Antworten gefunden."
QUELLE: heise.de, 17.12.2015
http://bit.ly/1mqd3KL 

"Bodentruppen nützen nichts"   von Shlomo Ben-Ami, ehemaliger israelischer Außenminister
"Der allgemeine Konsens, der sich nach dem Blutbad von Paris im letzten Monat herausgebildet hat, besteht offenbar darin, dass der sogenannte Islamische Staat „IS“ nur durch eine Bodeninvasion in diesen „Staat“ bezwungen werden kann. Das ist eine Illusion. (...) Das Grundproblem besteht in einem existenziellen Ringen zwischen vollkommen dysfunktionalen Staaten und einer obszön barbarischen Art des theokratischen Fanatismus.(...) Der arabische Nahe Osten eignet sich nicht für schnelle Lösungen. Es bedarf eines profunden, authentischen Wandels, wobei es wohl einen Gutteil dieses Jahrhunderts in Anspruch nehmen könnte, bis dieses Ziel erreicht wird. Das Beste worauf man derzeit hoffen kann, ist, das Kalifat in einen weiteren gescheiterten Staat in der Region zu verwandeln."
QUELLE: IPG Journal Online, 11.12.2015
http://bit.ly/1Y9bH87

"Im Weltkrieg"   von Berthold Kohler
"Mit dem Islamischen Staat ist ein Ungeheuer herangewachsen, das seine Tentakel um die ganze freie Welt schlingen will. Der Westen muss nun seinen Willen und seine Fähigkeit demonstrieren, seine Werte zu schützen.  (...) Der „Islamische Staat“ führt nach eigenem Verständnis einen Weltkrieg. (...) Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit (auch Solidarität mit den Armen und Verfolgten der Welt) sind längst auch deutsche Ideale. Doch noch ein vierter Wert gehört dazu, ohne den alles andere nichts ist – Sicherheit. Die Deutschen haben nichts gegen ein freundliches Gesicht an der Spitze ihrer Regierung. In solchen Zeiten aber wollen und müssen sie ein anderes sehen: ein hartes."
QUELLE: FAZ Online, 15.11.2015
http://bit.ly/1HMBgV4    

"Ein Strategiewechsel des IS?"   von Nils Metzger
"Während Al-Qaida eine reine Terrororganisation ist, die niemals Versuche unternommen hat, Gebiete zu erobern und zu halten, ist der IS das, was Terrorexperten eine hybride Organisation nennen.(...) Definiert er nun seine Interessen und Strategien neu, muss auch Europa eine neue Haltung dem IS gegenüber entwickeln. Insofern gleichen die gestrigen Angriffe dann auch einer Kriegserklärung. (...) Sofern keine der dortigen Regierungen Einspruch gegen die internationale Militärpräsenz einlegt, sollte ein Einsatz gemäß Artikel 51 der UN-Charta unnötig sein und eine Ausrufung des NATO-Bündnisfalles hätte ebenfalls ausschließlich politische Gründe. In jedem Fall müsste eine militärische Eskalation, insbesondere die Entsendung von Bodentruppen, mit Bagdad und Damaskus abgesprochen werden, sollte Frankreich kein international legitimiertes Mandat anstreben. Insofern eignet sich auch der Vergleich mit der Ausrufung des NATO-Bündnisfalls nach dem 11. September 2001 nur begrenzt"
QUELLE: Zenith Online, 14.11.2015
http://bit.ly/1Ny4SlG    

"Was will der Kreml in Syrien?"    von Jens Siegert
"Was soll also in Syrien direkt erreicht werden: Assad soll (unter fast allen Umständen) gehalten werden. Der IS soll (zumindest ein wenig) bekämpft werden. Russland soll wieder zu einem Faktor im Nahen Osten werden, mit dem der Westen rechnen muss (mehr rechnen muss als bisher). Die Militärbasis in Tartus (die einzige russische Militärbasis außerhalb der ehemaligen Sowjetgrenzen) soll gesichert werden."
QUELLE: Website 'Forschungsstelle Osteuropa Uni Bremen', Russland-Analyse Nr. 302 vom 09.10.2015
http://bit.ly/1Qbqd7i    

"Riskanter Militäreinsatz: Das droht Russland in Syrien - und in der Heimat"
von Christian Neef
"Es ist nicht ausgeschlossen, dass der "Islamische Staat" mit einer "asymmetrischen Antwort" auf das russische Eingreifen reagieren wird - mit großen Terrorakten auf russischem Territorium. (...) Erstmals seit dem Korea-Krieg Anfang der Fünfzigerjahre agieren russische Militärs wieder in einem Land, in dem auch die Amerikaner militärisch intervenieren. (...) Russland hat im Nahen Osten jetzt mehr Feinde als je zuvor."
QUELLE: SPIEGEL Online, 03.10.2015
http://bit.ly/1VtXuBl    

"Syrien: Alliierte fürchten russische Flugabwehrzone"   von Markus Becker
"Jagdflugzeuge, moderne Flugabwehr: Russland hat auch Waffensysteme nach Syrien gebracht, die nichts mit dem Kampf gegen Terroristen oder Rebellen zu tun haben. (...) Um den Westen an Flügen über Syrien zu hindern, müsste Russland nicht einmal offiziell eine Flugverbotszone erklären, geschweige denn mit dem Abschuss westlicher Flugzeuge drohen. Moskau, so ein Beobachter, müsse nur zweierlei tun: Eine Luftverteidigungszone aufbauen und sich der Kommunikation mit den westlichen Streitkräften verweigern."
QUELLE: SPIEGEL Online, 01.10.2015
http://bit.ly/1N7bVGS

"Putins Krieg in Syrien"   von Nikoas Busse
"Das größere russische Engagement macht die Lage in Syrien nicht einfacher, sondern schwieriger. (...) Im Kern wird in Syrien ein geopolitischer Wettstreit zwischen Iran und Saudi-Arabien um die regionale Vorherrschaft ausgetragen, in dem sich die Russen nun eindeutig auf die Seite Teherans gestellt haben. (...) Damit ist im Laufe von vier Jahren aus einem internen erst ein regionaler und jetzt ein globaler Konflikt geworden. (...) Die deutsche Politik hat auf all das mit bemerkenswerter Kopflosigkeit reagiert.(...) Auch unter dem Eindruck der Flüchtlingskrise sollte man strategische Fragen mit kühlem Kopf angehen."
QUELLE: FAZ Online, 30.09.2015
http://bit.ly/1MG4a7N  

"Im Schatten der Taliban wächst der IS in Afghanistan"  
von Franz-Michael Melbin, EU-Sonderbeauftragter für Afghanistan.
"Noch stellt der IS keine strategische Bedrohung für Afghanistan dar. Aber schon jetzt erschwert er die politische Lage, weil er die Haltung der Regierung und der Aufständischen zu Friedensgesprächen beeinflusst. Darum muss der IS in Afghanistan gestoppt werden. Und zwar schnell. (...) ...müssen wir anerkennen, dass Analysemodelle für den Irak oder Syrien sich nicht automatisch auf Afghanistan übertragen lassen. Für eine effektive Antwort brauchen wir einen Überblick über die Ziele, Stärken und Fähigkeiten des IS im afghanischen Kontext, wo sich Widerstandsgruppen aus der verbreiteten Unzufriedenheit mit der Regierung speisen."
QUELLE WELT Online, 30.09.2015
http://bit.ly/1LOQYiD    

"Der Westen muss auf Putin zugehen"   von Andrew Denison
"Jetzt ist es für den Westen an der Zeit, seine Strategie zu ändern und Moskau mehr Verantwortung zu geben. Diese Annäherung ist wichtig – für die Ukraine und auch für Europa. (...) Russland sollte die Möglichkeit gegeben werden, seinen Friedensplan für Syrien zu implementieren (...) Der Westen muss seine strategische Ausrichtung ändern. Die Sicherheit und Nachhaltigkeit des europäischen Friedens muss wieder im Mittelpunkt stehen. (...) Der Westen sollte sich über die Ankunft der russischen Streitkräfte freuen, sollte Moskau an sein Wort binden, dass Russlands Streitkräfte vor Ort sind, um ISIS zu besiegen und das Blutvergießen in Syrien zu beenden. (...) Die im Nahen Osten eingesparten Ressourcen müssen jetzt auch für die Reform der ukrainischen Wirtschaft, die Bekämpfung der dortigen Korruption und die erfolgreiche Wiederansiedlung von zwei Millionen Vertriebenen eingesetzt werden."
QUELLE: CICERO Online, 29.09.2015
http://bit.ly/1LOjO2z    

Lösung für den Syrien-Konflikt
"Es darf keine Sieger und keine Besiegten geben"

Stephan Rosiny im Interview durch Corbinian Frenzel
"...letztendlich wird es nur dadurch gehen, dass die externen Akteure auch Druck ausüben auf ihre jeweiligen Stellvertreter vor Ort. (...) Das ist der alte letztendlich Machtkampf wieder des Kalten Krieges zwischen USA und Russland, wer gibt zunächst nach, also wem gehört quasi Syrien, das ist ein regionaler Machtkampf zwischen Saudi-Arabien und Iran, das ist ein regionaler Machtkampf zwischen verschiedenen sunnitischen Regionalmächten, die versuchen, in Syrien ihre Interpretation vom sunnitischem Islam durchzubekommen, sprich Saudi-Arabien, Katar, Türkei, die alle unterschiedliche Akteure dort im Land unterstützt haben. (...) Der libanesische Bürgerkrieg wurde mit der Formel beendet: Keine Sieger, keine Besiegten. Und das ist eine ganz wichtige Formel auch für Syrien, weil, es handelt sich hier nicht um reinen politischen Machtkampf, sondern es handelt sich auch immer mehr um einen Kampf zwischen verschiedenen Gemeinschaften."
QUELLE: Deutschlandfunk Online, 17.09.2015
http://bit.ly/1ilBPcB  

 "Der Westen hätte diesen Krieg stoppen können"   von Wolfgang Bauer
"Der Innenminister Thomas de Maizière, der immer noch im Amt ist, obwohl Tausende aufgrund seiner Fehlentscheidungen im Mittelmeer ertrunken sind, lässt nun die Grenzen schließen.(...) Die meisten fliehen vor den Luftangriffen.(...)  Die Bomben Assads zertrümmerten die Ordnung des Nahen Ostens. (...) Eine Flugverbotszone – wäre sie vor drei Jahren erlassen worden – hätte Syrien vom IS-Wahnsinn in seiner jetzigen Mächtigkeit verschont. Sie hätte Hunderttausenden Männern, Frauen und Kindern das Leben gerettet. Sie hätte einzigartige Kulturen bewahrt. Sie hätte Europa die größte Flüchtlings-wanderung seit dem Zweiten Weltkrieg erspart. (...) Von einer politischen Lösung ist Syrien noch viele Hunderttausend Tote entfernt. Anders als der Westen hat der russische Präsident Wladimir Putin das klar erkannt."
QUELLE: ZEIT Online, 16.09.2015
http://bit.ly/1NyVFNk    

"Kollektives Wegschauen des Westens"
Wolfgang Ischinger im Gespräch mit Dirk-Oliver Heckmann
" ... ist es richtig und notwendig, wenn jetzt auch über militärische Maßnahmen nachgedacht wird, und natürlich geht es nicht, um das gleich vorweg zu sagen, um deutsche, französische, britische oder amerikanische Bodentruppen. (...) ... wer glaubt, dass man durch Unterstützung Assads den Islamischen Staat bekämpfen kann, der zäumt das Pferd von hinten auf. Denn erstens hat Assad viel, viel, viel mehr Tote auf dem Gewissen als der Islamische Staat und zweitens hat er durch das brutale Vorgehen in diesem Bürgerkrieg den Islamischen Staat und andere extremistische Gruppen ja überhaupt erst auf den Plan gerufen."
QUELLE: Deutschlandfunk Online, 15.09.2015
http://bit.ly/1UUbOxh   

"Syrien ist so zerstört wie Palmyra"   von Ulrich Leitholt
"Der Vergleich mit dem Dreißigjährigen Krieg scheint nicht aus der Luft gegriffen: Terror, Krieg, Vertreibung und die weltweit größte humanitäre Katastrophe werden in dem arabischen Land am Mittelmeer noch lange dauern. Die Hälfte des Volkes ist inzwischen auf der Flucht. (...) Weil die Einmischung von Welt- und Regionalmächten in Syrien jede Hoffnung auf eine Konfliktlösung verhindert, ist ein Ende der Katastrophe nicht in Sicht. Weil Assad Unterstützung erhält, um seine Macht mit aller Macht zu verteidigen, leidet das Volk weiter. (...) ...wer noch kann, der verlässt Syrien. Denn die Syrer wissen: Terror, Krieg, Vertreibung und die weltweit größte humanitäre Katastrophe werden noch lange dauern. Der Vergleich mit dem Dreißigjährigen Krieg scheint nicht aus der Luft gegriffen."
QUELLE: Rheinische Post Online, 15.09.2015
http://bit.ly/1M8dCAA

"Putins nächster Coup"   von Markus Wehner
"In großer Eile baut Russland eine Basis für Luftschläge in Syrien auf. Putin will wieder auf der großen Bühne mitspielen und schlägt eine Anti-Terror-Koalition vor. (...) In amerikanischen wie europäischen Sicherheitskreisen ist man überzeugt: Russland richtet dort eine Operationsbasis für seine Luftwaffe ein. (...)  Im Kampf gegen den IS hat sich Moskau bisher zurückgehalten. Gründe, das zu ändern, gibt es. So hat der IS auch Putin und Russland zum Feind erklärt. (...)  Putin weist ein ums andere Mal auf die in seiner Sicht verfehlte Politik des Westens hin, Diktatoren zu stürzen und damit chaotische Verhältnisse zu erzeugen. (...) Assad fallenzulassen, wäre in Putins Sicht auch ein fatales Signal an einige Diktatoren in seiner Nachbarschaft, etwa in Aserbaidschan, Usbekistan oder Kasachstan, auf deren Gefolgschaft der Kreml setzt. (...) Wahrscheinlich aber geht es Putin gar nicht um eine Lösung des Problems Syrien. Bisher profitiert er ja vor allem von ungelösten Konflikten: in Transnistrien, Abchasien, Südossetien oder im Osten der Ukraine."
QUELLE: FAZ Online, 13.09.2015
http://bit.ly/1M4Nzuc    

"Was der 11. September mit der Flüchtlingskrise zu tun hat"   von Holger Schmale
"Es ist diese Flüchtlingskatastrophe, die es schon lange gibt, die uns aber erst jetzt interessiert, da sie unsere Heimat erreicht, die uns den Blick auf das ganze Versagen der westlichen Politik seit 2001 öffnet. (...) Der wesentliche Ursprung aber findet sich an jenem 11. September vor 14 Jahren und in der durchweg falschen Reaktion der USA. Würde Osama bin Laden noch leben, er könnte zufrieden sein mit der Langzeitwirkung seiner Untaten. Der Westen aber müsste diesen Tag zum Anlass eines grundlegenden Umdenkens nehmen. Doch die Aussichten dafür sind nicht gut, obwohl uns die Flüchtlinge nun zeigen, dass nichts mehr so sein wird wie es war."
QUELLE: Berliner Zeitung Online, 10.09.2015
http://bit.ly/1iEfKX0